02.07.2011
Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Informationen und deren Selektion ist Hauptbestandteil unserer wissensbasierten Informationsgesellschaft (Arnold, Böhnisch, Schröer 2005, S. 19). Durch Ausbau des Zugangs besonders zu neuen Medien wurden Möglichkeiten durch Offenlegen von Räumen geschaffen, die jedem Einzelnen, der sie nutzen kann, mehr Autonomie und Handlungsfreiheit versprechen. Die Kehrseite ist jedoch, dass diese Informationsflut in den Medien auch überfordern kann.
Menschen befinden sich in einem Zustand materieller Sättigung der eigenen Grundbedürfnisse. Die Verwertung der Informationen werden einerseits als Berieselung und Zeitvertreib genutzt. Andererseits werden Medien gezielt nach gewünschten Informationen durchsucht. Letzteres kann als Statusbeweis einer höheren Medienkompetenz wahrgenommen werden. Zur Medienkompetenz gehört auch zu erkennen, welchen Einfluss Medien auf die Meinungsbildung besitzen und welche besonders das selektive Hochspielen von Informationen betreiben, die hauptsächlich ihre eigenen Anliegen unterstützen.
Vermutlich hat jeder Mensch ein eigenes Unterhaltungs- und Informationsbedürfnis, dessen Ausgestaltung er je nach Bedürfnis selbst bestimmen kann. Möglicherweise hat demnach auch jede dieser gesuchten Information eine andere Wertung – je nach Art und Weise der Mediennutzung. Informationen müssen nach ihrer Herkunft und Verarbeitung von den Konsumenten bewertet werden. Menschen müssen lernen, durch sinnvolle Nutzung von Medien, aus dem „Konzert der Medien“ gezielt ihre individuellen Informationsbedürfnisse zu befriedigen und diese in unterschiedlicher Qualität und Intensität nutzen. Menschen müssen befähigt werden diese Medien typgerecht zu nutzen. Nur dies kann auch Medienscheue überwinden und wichtige Erkenntnisse für die Lebenswelt liefern.
(Dieser Artikel erschien auch in Liberal Central 06 / 2011)
Medienkompetenz im Alltag ist noch lang nicht Alltag
von Pamela Hackel John Naisbitt sagte einmal: „Wir ertrinken in Informationen, aber wir hungern nach Wissen“Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Informationen und deren Selektion ist Hauptbestandteil unserer wissensbasierten Informationsgesellschaft (Arnold, Böhnisch, Schröer 2005, S. 19). Durch Ausbau des Zugangs besonders zu neuen Medien wurden Möglichkeiten durch Offenlegen von Räumen geschaffen, die jedem Einzelnen, der sie nutzen kann, mehr Autonomie und Handlungsfreiheit versprechen. Die Kehrseite ist jedoch, dass diese Informationsflut in den Medien auch überfordern kann.
Menschen befinden sich in einem Zustand materieller Sättigung der eigenen Grundbedürfnisse. Die Verwertung der Informationen werden einerseits als Berieselung und Zeitvertreib genutzt. Andererseits werden Medien gezielt nach gewünschten Informationen durchsucht. Letzteres kann als Statusbeweis einer höheren Medienkompetenz wahrgenommen werden. Zur Medienkompetenz gehört auch zu erkennen, welchen Einfluss Medien auf die Meinungsbildung besitzen und welche besonders das selektive Hochspielen von Informationen betreiben, die hauptsächlich ihre eigenen Anliegen unterstützen.
Vermutlich hat jeder Mensch ein eigenes Unterhaltungs- und Informationsbedürfnis, dessen Ausgestaltung er je nach Bedürfnis selbst bestimmen kann. Möglicherweise hat demnach auch jede dieser gesuchten Information eine andere Wertung – je nach Art und Weise der Mediennutzung. Informationen müssen nach ihrer Herkunft und Verarbeitung von den Konsumenten bewertet werden. Menschen müssen lernen, durch sinnvolle Nutzung von Medien, aus dem „Konzert der Medien“ gezielt ihre individuellen Informationsbedürfnisse zu befriedigen und diese in unterschiedlicher Qualität und Intensität nutzen. Menschen müssen befähigt werden diese Medien typgerecht zu nutzen. Nur dies kann auch Medienscheue überwinden und wichtige Erkenntnisse für die Lebenswelt liefern.
(Dieser Artikel erschien auch in Liberal Central 06 / 2011)











