10.10.2010
Die Reisegruppe am Fuße
des Völkerschlachtdenkmals Mitglieder und Freunde der FDP folgten vom 3. bis 5. Oktober der Einladung des Ortsverbands Tiergarten zur Klausurtagung 2008. Die Reise führte anlässlich des Nationalfeiertags nach Leipzig.
Dort bot das von Jenny Langner und Kurt Lehner zusammengestellte Programm Gelegenheit zur Reflektion der Vorgänge zur politischen Zeitenwende.
Nicht mitreisen konnte der "Alt-Vorsitzende" von Tiergarten und stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes Mitte, Peter Pawlowski, der die Fahrt organisatorisch betreut hatte.
Der Tag der Ankunft war von einem historischen Stadtrundgang geprägt. Die Führerin schilderte die Entwicklung Leipzigs von der blühenden Handelsstadt des Barock zur Plattenbausiedlung des DDR-Regimes und zur heutigen Wiedergewinnung der historisch gewachsenen Stadtstruktur.
Die darauffolgenden Tage besuchte die Reisegruppe die Orte des Geschehens der "Wendezeit" 1989/90. In der Nikolaikirche bot Herr Müller von der dortigen Gemeinde einen Bericht über die turbulenten Tage in Leipzig während des Untergangs des DDR-Regimes. Er schilderte nicht nur den Herbst des Jahres 1989, sondern auch die vorangegangenen Widerstandsbewegungen der frühen 80er Jahre. Seine persönlichen Erfahrungen als regimekritischer Angehöriger der Jungen Gemeinde mit dem Stasiapparat boten Aufschlüsse über die damalige Zeit. Die Risiken, die Menschen wie Müller oder auch der vormalige Nikolai-Pfarrer Christoph Führer eingingen, wurden der Gruppe bei der Besichtigung der Stasizentrale am "Runden Eck" noch einmal vor Augen geführt.
Politik schwang aber nicht nur bei diesen Terminen mit. Sie war auch Gegenstand der Diskussion mit dem Vorsitzenden des FDP-Kreisverbandes und Landtagsabgeordneten Sven Morlok, sowie dem Europaparlamentarier Holger Krahmer. Beide schilderten die Gefahren durch Bürokratie und Überregulierung von der europäischen bis zur kommunalen Ebene. Dabei streiften sie auch die Kapitalmarktkrise und schilderten die Schwierigkeiten der FDP in Ostdeutschland angesichts etablierter Netzwerke durch die ehemalige Staatspartei die LINKE.
Am letzten Tag der Klausurtagung besichtigte die von Jenny Langner, Kurt Lehner und Michael Saß betreute Reisegesellschaft das Monument der Völkerschlacht. Zur Hundertjahrfeier des Siegs der österreichisch-schwedisch-preußisch-russischen Truppen über Napoleon im Jahre 1913 eingeweiht, verkörpert der Bau den Kolossalstil des frühen 20. Jahrhunderts.
Darüber hinaus bot sich die Möglichkeit, Leipzig als Kulturstadt zu entdecken. Bach und Telemann, Schumann und Mendelssohn hatten hier gewirkt. Richard Wagner wurde in Leipzig geboren. So musste der Musik ein besonderer Stellenwert zukommen. Mehrere Reiseteilnehmer sicherten sich auf Anregung von Peter Pawlowski Karten für ein Konzert des Gewandhausorchesters. Neben Mozarts freimaurerischer Trauermusik und Beethovens ideell mit der Zeit der Befreiungskriege verwobener "Eroica" wurde ein neues Werk von Henze uraufgeführt. Anderntags lauschte die ganze Gruppe den Klängen des Thomanerchors in der Thomaskirche.
Alles in allem ein gelungener Ausflug, der allen Beteiligten neue Aspekte über Klein-Paris, wie Goethe es nannte, nahebrachte.
Klausurtagung in Leipzig
Ein Reisebericht von Philipp Ehmann
Die Reisegruppe am Fuße
des Völkerschlachtdenkmals Mitglieder und Freunde der FDP folgten vom 3. bis 5. Oktober der Einladung des Ortsverbands Tiergarten zur Klausurtagung 2008. Die Reise führte anlässlich des Nationalfeiertags nach Leipzig.
Dort bot das von Jenny Langner und Kurt Lehner zusammengestellte Programm Gelegenheit zur Reflektion der Vorgänge zur politischen Zeitenwende.
Nicht mitreisen konnte der "Alt-Vorsitzende" von Tiergarten und stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes Mitte, Peter Pawlowski, der die Fahrt organisatorisch betreut hatte.
Der Tag der Ankunft war von einem historischen Stadtrundgang geprägt. Die Führerin schilderte die Entwicklung Leipzigs von der blühenden Handelsstadt des Barock zur Plattenbausiedlung des DDR-Regimes und zur heutigen Wiedergewinnung der historisch gewachsenen Stadtstruktur.
Die darauffolgenden Tage besuchte die Reisegruppe die Orte des Geschehens der "Wendezeit" 1989/90. In der Nikolaikirche bot Herr Müller von der dortigen Gemeinde einen Bericht über die turbulenten Tage in Leipzig während des Untergangs des DDR-Regimes. Er schilderte nicht nur den Herbst des Jahres 1989, sondern auch die vorangegangenen Widerstandsbewegungen der frühen 80er Jahre. Seine persönlichen Erfahrungen als regimekritischer Angehöriger der Jungen Gemeinde mit dem Stasiapparat boten Aufschlüsse über die damalige Zeit. Die Risiken, die Menschen wie Müller oder auch der vormalige Nikolai-Pfarrer Christoph Führer eingingen, wurden der Gruppe bei der Besichtigung der Stasizentrale am "Runden Eck" noch einmal vor Augen geführt.
Politik schwang aber nicht nur bei diesen Terminen mit. Sie war auch Gegenstand der Diskussion mit dem Vorsitzenden des FDP-Kreisverbandes und Landtagsabgeordneten Sven Morlok, sowie dem Europaparlamentarier Holger Krahmer. Beide schilderten die Gefahren durch Bürokratie und Überregulierung von der europäischen bis zur kommunalen Ebene. Dabei streiften sie auch die Kapitalmarktkrise und schilderten die Schwierigkeiten der FDP in Ostdeutschland angesichts etablierter Netzwerke durch die ehemalige Staatspartei die LINKE.
Am letzten Tag der Klausurtagung besichtigte die von Jenny Langner, Kurt Lehner und Michael Saß betreute Reisegesellschaft das Monument der Völkerschlacht. Zur Hundertjahrfeier des Siegs der österreichisch-schwedisch-preußisch-russischen Truppen über Napoleon im Jahre 1913 eingeweiht, verkörpert der Bau den Kolossalstil des frühen 20. Jahrhunderts.
Darüber hinaus bot sich die Möglichkeit, Leipzig als Kulturstadt zu entdecken. Bach und Telemann, Schumann und Mendelssohn hatten hier gewirkt. Richard Wagner wurde in Leipzig geboren. So musste der Musik ein besonderer Stellenwert zukommen. Mehrere Reiseteilnehmer sicherten sich auf Anregung von Peter Pawlowski Karten für ein Konzert des Gewandhausorchesters. Neben Mozarts freimaurerischer Trauermusik und Beethovens ideell mit der Zeit der Befreiungskriege verwobener "Eroica" wurde ein neues Werk von Henze uraufgeführt. Anderntags lauschte die ganze Gruppe den Klängen des Thomanerchors in der Thomaskirche.
Alles in allem ein gelungener Ausflug, der allen Beteiligten neue Aspekte über Klein-Paris, wie Goethe es nannte, nahebrachte.











